INSIDER TIPPS: DER ALTERNATIVE STÄDTEFÜHRER FÜR LEIPZIG

Leipzig ist Deutschlands Boomstadt. Allein im vergangenen Jahr kamen 12.000 Menschen hierher und seit der Wiedervereinigung stieg die Einwohnerzahl somit auf 550.000. Viele Neuankömmlinge kamen mit Träumen in einem nahezu leeren, künstlerischen Paradies an. Leipzig ist ein Ort, an dem (fast) alles möglich ist. Ebenso wie die Bevölkerung boomt auch der Tourismus in Leipzig. Die Stadt im Osten ist immer eine Reise wert. Mit diesen Geheimtipps erleben Sie Ihren Citytrip auf die andere Art und Weise.

Leipzigs Musik Szene

Techno ist immer noch ein großer Teil der Leipziger Musikszene. Vier Clubs bilden die Zentren für Liebhaber elektronischer Musik: Die Distillery und das Institut für Zukunft in der Südvorstadt sowie das Elipamanoke und die Damenhandschuhfabrik in Plagwitz. Der Osten hat kleinere Spots, wie die Ost Apotheke. Viele Clubs in der Gegend haben nicht einmal einen Mietvertrag. So lief zum Beispiel die Distillery in den frühen 1990er Jahren für zweieinhalb Jahre illegal in einer Fabrik.

Wer gute Livemusik sucht, wird auf der Karl-Heine-Straße in Plagwitz fündig. Im Noch besser leben spielen abends oft Bands und die Bar wurde für seine Livemusik im letzten Jahr sogar ausgezeichnet. Ebenfalls zu empfehlen ist das Westwerk, ein Veranstaltungsort in einem alten Fabrikgebäude. In Connewitz gibt es die Nato und das Conne Island – zwei kulturelle Zentren und Hoster für alternative Veranstaltungen.

Essen und Trinken: Insider Tipps für Leipzig

Das Stadtzentrum wird von Kettenrestaurants dominiert. Wenn Sie einen guten, einzigartigen Ort zum Essen suchen, steigen Sie also am besten aufs Fahrrad und fahren aus dem Zentrum raus. Ein empfehlenswerter Ort ist das Kaiserbad auf der Karl-Heine-Straße 93. Dieses verfügt über einen Biergarten und ein Restaurant mit traditionellen Gerichten wie Schnitzel, Salaten und Burgern. Beim Essen blicken Sie auf den schönen Karl-Heine-Kanal. Ein weiterer Plagwitz-Hotspot ist Chumumi (Zschochersche Straße 50a) – ein kleiner vietnamesischer Laden mit tollem Essen und schönem Dekor. Wählen Sie aus traditionellen vietnamesischen Suppen (Phó) oder einer Vielzahl von Fleisch- und Fischgerichten, die mit Erdnüssen, Soja, Thai Basilikum und Ingwer gewürzt sind. Auch die außergewöhnliche Getränke-Karte überzeugt – probieren Sie die Chrysantheme und den grünen Sencha-Blatt Tee mit gerösteten Sojabohnen.

Paradies für Veganer und Vegetarier in Plagwitz

Für Veganer und Vegetarier ist Leipzig ein kulinarisches Paradies. Das Zest (Bornaische Straße 54) im südlichen Bezirk von Connewitz ist eines der ältesten veggie / veganen Restaurants der Stadt und ist auch für seine Weine bekannt. Hier wählen Sie aus Gerichten wie Shiitake Seitan mit Polenta-Pommes und Zitronen-Mirin-Mayonnaise oder Pfifferlings-Pilz mit Liebes-Ravioli, Haselnuss-Tarator und Cognac-Schalotten. Probieren Sie auch die vegetarischen marokkanischen Gerichte im Salon Casablanca (Karl-Heine-Straße 47) aus. Neben Tagines gibt es auch europäische Gerichte wie Spaghetti mit arabischer Tomate an Zucchini-Pfeffer-Sauce, serviert mit Schafskäse. Wenn Sie anschließend einen Nachtisch suchen – das Café Albert auf der Karl-Heine-Straße 74 macht frische hausgemachte Kuchen – Donnerstags sind sie vegan. Dies ist einer von vielen Orten, an dem die Einheimischen Herz und Seele in ihre Arbeit einbringen. Die Stände werden alle von den Köchen selbst geführt, damit sie direkt mit ihren Kunden darüber reden können, was sie essen. Wie überall heutzutage ist der Trend zu lokal und nachhaltig bezogenen Zutaten auch in Leipzig spürbar. Einer der Stände verkauft Pizza aus Produkten, die in Annalinde gewachsen sind, ein urbanes Gartenprojekt hier in Plagwitz.

Kunst und Kreatives in Leipzig

Wer auf der Suche nach Kunst und Kreativem ist, wird im Leipziger Osten fündig. Hier gibt es rund um die Eisenbahnstraße viel Untergrundkultur. Es gibt keine etablierten Galerien – stattdessen sollten Sie abends einfach mal selbst auf Entdeckungsreise gehen und sich überraschen lassen.

Plagwitz ist das Kunstviertel in Leipzig. Besonders empfehlenswert ist die Galerie D21. Diese ist Teil des Lindenow-Künstler-Netzwerks, das vor kurzem dazu beigetragen hat, die rechtsextreme NPD aus ihrem Hauptquartier zu verdrängen. Auf der Karl-Heine-Straße, oberhalb eines Trödels, finden Sie außerdem das Delikatessenhaus, eine Galerie, die die Arbeit junger Grafiker zeigt.

2018-02-26T12:07:07+00:00